Zuhause in der Ferne (Theaterstück 2016)

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Ein mobiles Klassenzimmerstück.

 

„Zusammen mit meinen Freunden überquere ich auf unserer Reise den Titicaca See auf dem Weg zur Isla del Sol, einer kleinen Insel.
Ich lege mich auf den Boden irgendwo im Nirgendwo in Chile und verbuddle meine Hände im Sand. Es ist schön warm und über mir sehe ich die Milchstraße so klar und deutlich, wie ich sie noch nie gesehen habe.
Ich will jeden Tag einen neuen Titicaca See zusammen mit meinen Freunden entdecken. Die Zeit einfach in ein Marmeladenglas packen und wenn ich das Bedürfnis danach habe, daran schnuppern: Ich habe einen Ort, an den ich zurückkehren möchte.
Ich streiche, streichle über den Boden. Ich bin frei.“

 

Ein freiwilliges Jahr weit weg von zuhause. Was bringt das eigentlich? Und vor allem wem? Wir begleiten Rückkehrerinnen entwicklungspolitischer Freiwilligendienste auf der Suche nach Antworten auf diese und andere Fragen. Euphorie und Frust, die Arbeit im Projekt und die Freizeit, Probleme und das persönliche Wachsen daran. Ist die Welt gerecht gestaltet? Was haben wir damit zu tun? Die Wirklichkeit hat dabei nicht nur eine Wahrheit parat.
Und dann natürlich die Freundschaften und Erinnerungen, die länger andauern als das eine Jahr.

(Bonn/ Münster 2016)